Pflegefeuer im Höllengrund: Verjüngungskur für Trockenrasen im Nationalpark

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Kontrolliertes Flämmen auf Trockenrasen bei Alt-Galow 2015

Kontrolliertes Flämmen auf Trockenrasen bei Alt-Galow 2015

Criewen – In der zweiten Februarhälfte werden im Nationalpark „Unteres Odertal“ wieder Weideflächen durch den Einsatz von Feuer für die Beweidung vorbereitet.
Im „Höllengrund“ nördlich von Gartz liegen seit mehreren Jahren Trockenrasen und Weideflächen brach.

Durch den kontrollierten Einsatz von Feuer werden sie von abgestorbenem Aufwuchs befreit. Der Feuereinsatz wird von Spezialisten durchgeführt, von der Verwaltung des Nationalparks begleitet und ist mit dem Eigentümer und Behörden abgestimmt. Er findet nur bei geeigneter trockener Witterung statt. Die örtliche Feuerwehr wird einbezogen. Über den genauen Termin informiert die Nationalparkverwaltung zeitnah, da dieser witterungsabhängig ist.

Kontrolliertes Flämmen auf Trockenrasen bei Alt-Galow 2015

Nach Vorbereitung der Flächen und der Anlage von Brandschutzstreifen wird kontrolliert Feuer eingesetzt, um oberirdische Pflanzenteile abzubrennen. Das Feuer dient zur Vorbereitung der Flächen für die Beweidung mit Schafen. Durch die Entfernung des alten Aufwuchses werden die Weideflächen in einen optimalen Zustand für die Nutzung im kommenden Frühjahr versetzt.

Neben den naturschutzfachlichen Aspekten unterstützt diese Maßnahme auch die im Gebiet wirtschaftenden Schäfereien bei der Ausübung ihrer Tätigkeit. Insbesondere die Lebensgemeinschaft der kontinentalen Steppenrasen und der mediterranen Trocken- und Halbtrockenrasen haben ihre Hauptverbreitung in Gebieten, in denen es natürliche Feuerereignisse gibt. Schon lange vor dem bewussten Feuereinsatz durch Menschen – zum Beispiel zur Jagd – kam es in den kontinentalen Steppen und im mediterranen Raum regelmäßig zu Vegetationsbränden. Trockenrasen mit ihrer typischen Pflanzen- und Tiergemeinschaft sind an den Umweltfaktor Feuer angepasst und werden bei der sachgerechten Ausführung des Flämmens nicht geschädigt, zumal nur Teile der Flächen in die Maßnahme einbezogen werden.

Der bewusste und kontrollierte Einsatz von Feuer zur naturschutzfachlichen Weide- und Landschaftspflege ist auch im deutschsprachigen Raum keine Neuheit und wird seit den 1970er Jahren angewendet. In den letzten Jahren gab es zahlreiche Untersuchungen, die die Eignung des Feuers zum Erreichen bestimmter naturschutzfachlicher Ziele bestätigen.

Diese Pflegemaßnahmen mit Feuer fanden im Nationalpark Unteres Odertal bereits in den beiden Vorjahren auf Pflegeflächen bei Alt-Galow und Stützkow statt.

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