Trockenrasen

Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) Foto: U. Gründel

Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) Foto: U. Gründel

Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) Foto: K. Todt

Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) Foto: K. Todt

Trockenrasen sind im Nationalpark mit 1,2 % der Fläche auf 122 ha zu finden. Die Trockenrasengebiete und- Trockenwaldhänge im Nationalpark gründen überwiegend auf kalkhaltigen bzw. kalkreichen Sandsubstraten (Sande, anlehmige und lehmige Sande), Lehm und Mergel an den Oderhängen.

Im Laufe der historisch-bäuerlichen Landnutzung entstanden die kontinentalen Trockenrasen durch großräumige Schaf- und Ziegenbeweidung. Aktuell befinden sich die Trockenrasenflächen häufig in Brache-, Ruderal- und Sukzessionsstadien.

In den Bereichen bei Gartz, Stolpe und Alt-Galow sind vor allem die Grasnelken-Fluren und Blauschillergras-Rasen hervorzuheben. Sie kommen im Nationalpark auf 48 ha vor. Seltene Arten wie Quendel-Seide (Cuscuta epithymum ssp. epithymum), Graue Skabiose (Scabiosa canescens) und der Große Ehrenpreis (Veronica teucrium) (RL 2 BB) konnten vereinzelt nachgewiesen werden.Innerhalb der Gruppe der basiphilen Trocken- und Halbtrockenrasen sind mit 62 ha am häufigsten die kontinentalen Halbtrockenrasen. Typische Arten und Arten der Roten Liste sind Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata), Dreizähniges Knabenkraut (Orchis tridentata), Dunkle Wiesen-Kuhschelle (Pulsatilla pratensis ssp. nigricans) (alle RL 1 BB), Hügel-Maier (Asperula cynanchica), Echte Mondraute (Botrychium lunaria), Bologneser Glockenblume (Campanula bononiensis), Niedrige Segge (Carex supina), Kleines Mädesüß (Filipendula vulgaris), Berg-Hartheu (Hypericum montanum), Weidenblättriger Alant (Inula salicina), Helm-Knabenkraut (Orchis militaris), Gelbe Fahnenwicke (Oxytropis pilosa), Schopfige Kreuzblume (Polygala comosa), Rötliches Fingerkraut (Potentilla heptaphylla), Großblütige Braunelle (Prunella grandiflora), Steppen-Fenchel (Seseli annuum), Gewöhnliche Pechnelke (Silene viscaria), Mittleres Vermeinkraut (Thesium linophyllon) und Berg-Klee (Trifolium montanum) (alle RL 2 BB).

Auf den Trockenrasen sind mehrere Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie ertreten. So weist der Nationalpark bedeutende Vorkommen von subpannonischen Steppen-Trockenrasen (LRT 6240) auf. Fast flächendeckend wurde dieser Lebensraumtyp in den Trockenrasengebieten Höllengrund und Schäferberge kartiert. Häufig ist er auch in Alt-Galow/Stützkow und vereinzelt in den Krähen- und Jungfernbergen nachgewiesen.

Mit 26 ha ist der LRT 6120 * Trockene, kalkreiche Sandrasen der zweithäufigste unter den Lebensraumtypen der Trockenrasen im Nationalpark. Besonders häufig kommt dieser in den Trockenrasengebieten bei Stolpe und in den Krähen- und Jungfernbergen nördlich von Stolzenhagen vor.

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