Wälder + Forsten

Flächenmäßig an zweiter Stelle stehen mit 21,3 % (2.216 ha) die Biotope der Wälder und Forsten. Die Wald- und Forstbiotope in der Gellmersdorfer Forst, im Gartzer Schrey, im Schöneberger-Stolper Wald, auf den Densenbergen und den Talsandterrassen der Gartzer und Pommerschen Bürgerheide sind maßgeblich durch Nadelholzforsten (474 ha), Nadelholzforsten mit Laubholzarten (514 ha) und Laubholzforsten (144 ha) bestimmt.

Bei den Nadelbaumarten dominiert die Kiefer (Pinus sylvestris), gefolgt von Fichte (Picea abies), Lärche (Larix decidua) und Douglasie (Pseudotsuga menziesii). Bei den Laubholzarten dominieren Stiel-Eiche (Quercus robur), Gemeine Esche (Fraxinus excelsior), Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) und Rot-Buche (Fagus sylvatica) (5,7 %).

Naturnahe Wälder sind auf ca. 840 ha (= 8,10 %) der Nationalparkfläche kartiert. Charakteristisch für die Oderhänge sind neben den Rotbuchenwäldern mittlerer und kalkreicher Standorte auch Eichen-Hainbuchenwälder. Auf den kalkreichen Standorten findet man vereinzelt das Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea, RL 1 BB) und die Türkenbund-Lilie (Lilium martagon, RL 2 BB). Auf den feuchten und nassen Standorten der Oderaue sind Weichholzauwälder wie z.B. der Fahlweiden-Auenwald sowie Erlenbruchwälder und Erlen-Eschen-Wälder kennzeichnend.

Die Waldflächen konzentrieren sich im Wesentlichen auf die gut bis sehr gut nährstoffversorgten Grundmoränenplatten mit Geschiebelehmen und Geschiebesanden und ihre Hangbereiche zum Odertal.

Hier finden sich vor allem Lebensraumtypen der Eichen-Hainbuchen-Wälder, Waldmeister-Buchen-Wälder, Eichen-Wälder und Schlucht- und Hangmischwälder. An den Hängen sind teilweise größere Quellmoorkomplexe mit Erlen-Eschen-Wäldern vorhanden. Zum Teil etwas schlechter nährstoffversorgt sind die Talsandterrassen der Gartzer und Pommerschen Bürgerheide zwischen Friedrichsthal und Gatow. Hier wachsen v.a. subatlantische Stieleichen- und Eichen-Hainbuchen-Wälder. In den Polderflächen wachsen auf Ton, Lehm und Sand Weich- und Hartholzauenwälder, wobei die Nasspolder nach Norden zunehmend vermoort sind.

In den Wäldern und Forsten sind mehrere Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH – Richtlinie vertreten, z.B. ist der häufigste Wald-Lebensraumtyp im Nationalpark der prioritäre LRT 91E0 – Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) mit 542,1 ha. Die Schwerpunktvorkommen des mit 170 ha zweithäufigsten Wald-LRT 9170 – Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald Galio-Carpinetum befinden sich in dem Gellmersdorfer Forst und im Gartzer Schrey.

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