Ministerin Tack trifft hochrangigen Vertreter des Marschallamtes Westpommern

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Vizemarshall Rzepa und Umweltministerin Tack am Umweltbildungslehrpfad in Gryfino, Foto: I. Podrygala

Vizemarshall Rzepa und Umweltministerin Tack am Umweltbildungslehrpfad in Gryfino, Foto: I. Podrygala

Criewen – Regionalentwicklung und Naturtourismus standen heute im Mittelpunkt der Gespräche des ersten Besuchstages von Jarosław Rzepa, Vizemarschall der Wojewodschaft Westpommern, in Brandenburg. Gemeinsam mit Umweltministerin Anita Tack informierte er sich über deutsch-polnische Projekte im nördlichen Teil des Nationalparkes Unteres Odertal und im Landschaftsschutzpark Dolina Dolnej Odry, die über das Programm INTERREG IV A gefördert wurden. Insgesamt sind knapp 3 Millionen Euro EU–Mittel in Projekte der Großschutzgebiete im unteren Odertal investiert worden.

„Die grenzüberschreitende Kooperation der Partnerverwaltungen zu den Themen Umwelt und Naturschutz, Gesundheit und Verbraucherschutz hat eine langjährige Tradition. Die Grenzregion profitiert von gemeinsamen Aktivitäten und dem Einsatz europäischer Fördermittel“, so Tack. Neben dem neuen Lehrpfad und dem Kinderspielplatz in Gryfino wurde der Info-Pavillon bei Mescherin in Augenschein genommen und über das aktuelle Bauvorhaben für den neuen Beobachtungsturm im Staffelder Polder informiert. Baubeginn ist für die zweite Aprilwoche geplant. 240.000 Euro werden für den Turm investiert.

Derzeit gibt es 17 Partnerbetriebe des Nationalparks. In einer Gesprächsrunde haben Partnerinitiativen ihre Aktivitäten in der Regionalentwicklung vorgestellt. Vier neue Nationalpark-Partner, erhielten aus den Händen der Ministerin und des Vizemarschalls ihre Urkunden und Partner-Schilder: Lars Böhme von der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft, Heike Trebus von Yoga NANDI, Ralf Fangerow Kutsch- und Kremserfahrten und Herta Bentlage, Inhaberin von Ferienwohnungen im Angermünder Ortsteil Welsow.

„Wir wollen das Treffen nutzen, um vor Ort über gemeinsame Förderprojekte für den Schutzgebietsverbund Internationalpark Unteres Odertal zu beraten“, sagte Tack. Ziel ist es, auch in der neuen Förderperiode erneut ein INTERREG Projekt zu beantragen, um die Brückenfunktion der Oder im Bereich Tourismus und Naturschutz mit konkreten Maßnahmen zu unterstützen.

Naturschutzfachliche Aspekte rücken am Nachmittag in den Mittelpunkt. Vizemarschall Rzepa informiert sich über das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben zum Schutz des letzten deutschen Seggenrohrsängervorkommens, das in Trägerschaft des NABU Brandenburg umgesetzt wird. Auf Grünlandflächen in der Pflegezone des Nationalparks werden dabei Landnutzung und Wasserhaltung speziell auf die Bedürfnisse dieser weltweit vom Aussterben bedrohten Vogelart ausgerichtet. Darüber hinaus informiert er sich über das derzeit im Bau befindliche Haus Natura 2000, das über INTERREG IV A Projektmittel gefördert wird.

Das Gebäude wird nach seiner Fertigstellung im Sommer 2014 den Besucherservice Infopunkt NATURA 2000 und ein Wildnislabor beherbergen. Zukünftig werden hier die Besucherinnen und Besucher zu Besonderheiten und Aktivitäten im grenzüberschreitenden Schutzgebietsverbund informiert. Im Wildnislabor können Unterrichtseinheiten für deutsche und polnische Jugendliche vor Ort in Verbindung mit Exkursionen in den Nationalpark und die polnischen Landschaftsschutzparke angeboten werden.

Morgen stehen die Themen Hochwasservorsorge und Hochwasserschutz sowie Natur- und Artenschutz im Mittelpunkt des Programms. Am Morgen besucht Vizemarschall Rzepa das Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin und informiert sich hier über die Wiederansiedlung des Störs in der Oder. Im Oderbruch gibt es am Nachmittag einen Erfahrungsaustausch mit dem Präsidenten des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Matthias Freude zum grenzübergreifenden Thema Deichbau, Deichverteidigung und Hochwasservorsorge. Am Beispiel des nach dem großen Hochwasser 1997 entstandenen Fluss-Radwanderweges entlang der Oder werden Ideen ausgetauscht wie sich Hochwasserschutz und überregionaler Tourismus verbinden lassen.

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