Wintergäste mit musikalischem Talent: 9. Singschwantage

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Singschwäne, Foto: Josef Vorholt

Singschwäne, Foto: Josef Vorholt

Presseeinladung vom 27. Januar 2015

Wintergäste mit musikalischem Talent: 9. Singschwantage im Nationalpark Unteres Odertal

Termin: Freitag, 13. Februar 2015
Zeit: 15.30 Uhr (Eröffnungsveranstaltung)
Ort: Nationalparkhaus in Criewen, Park 2, 16303 Schwedt-Criewen
Kontakt: Naturwacht im Nationalpark Unteres Odertal, Telefon: +49 (0) 3332 267 72 01

Programmflyer: Singschwantage 2015

Criewen – Rund 1.500 Singschwäne rasten derzeit im Nationalpark Unteres Odertal. Aufgrund der Witterungslage schwanken diese Zahlen aktuell fast täglich. Während der 9. Singschwantage vom 13. bis 15. Februar führen Exkursionen zu den Schlaf- und Nahrungsplätzen, bieten Vorträge Wissenswertes zu Biologie und Lebensweise der gefiederten Wintergäste.

Wenn Jürgen Polzehl, Bürgermeister der Nationalparkstadt Schwedt, und Nationalparkleiter Dirk Treichel am 13. Februar die 9. Singschwantage eröffnen, lauschen die Gäste zunächst den Stimmen des Criewener Chores. Die „Kiebitze“, Junior-Ranger der Naturwacht im Nationalpark, rezitieren Texte zum Thema, und Nationalparkleiter Treichel spricht in einem Vortrag auch von Mythologie und Kulturgeschichte der Schwäne. Im Anschluss geht es auf den nahe gelegenen Deich. Von dort aus ist der Gesang der wilden Schwäne deutlich zu hören.

Alljährlich bleibt das winterliche Schauspiel des Vogelzugs ein Phänomen, das Ornithologen und Naturliebhaber in die Flusslandschaft zieht. Menschen, die Schwäne eher aus dem Stadtpark und damit den „Kulturfolger“ Höckerschwan kennen, lernen dessen Artgenossen aus dem Nordosten Europas kennen: Die zahlreichen Wintergäste an der Oder haben einen gelben Schnabel und singen.

Der Berliner Naturfotograf Josef Vorholt zeigt in einem Lichtbildervortrag auf dem „Bunten Singschwan-Abend“ (Samstag, 14. Februar, 17.00 Uhr) beeindruckende Singschwan-Aufnahmen, die ihm an der Oder und auf Island gelangen. Kinder des Naturkindergartens der Schwedter Lebenshilfe führen ihre Versionen von Schwanentanz und Schwanenliedern auf.

Samstag und Sonntag (14. und 15. Februar) gibt es ab 9.00 bis 16.00 Uhr fortlaufend Vorträge und Exkursionen. Letztere sind als Fußwanderungen geplant. Sollten sich die Singschwäne vermehrt in weiter entfernten Bereichen des Nationalparks aufhalten, wird ein Shuttleverkehr organisiert. Regionale Anbieter sorgen für das leibliche Wohl der Gäste. Die Singschwan-Werkstatt im NATURA-2000-Haus ist ein Angebot für die Jüngsten.

Nach den Zählungen am vergangenen Wochenende schätzt Biologin Simone Müller aus Chorin, eine der Koordinatoren der Internationalen Wasservogelzählung im Land Brandenburg, die aktuelle Singschwan-Zahl im Nationalpark auf 1.500 Exemplare.

Cygnus cygnus, so der lateinische Name des Singschwans, gibt weithin hörbare, charakteristische Laute ab, die Tierforscher und Poeten gleichermaßen anregten, den Schwanengesang beschreiben zu wollen.

Der Nordosten Deutschlands ist für russische, baltische und polnische Brutvögel das wichtigste Winterquartier. Abhängig vom Witterungsverlauf überwintern im Unteren Odertal regelmäßig Singschwäne in großer Zahl. Erst bei Vereisung der Schlafgewässer oder wenn die Nahrungspflanzen unter einer Schneedecke verborgen sind, weichen sie weiter nach Westen aus.

Der Heimzug erfolgt je nach Witterungsverlauf hauptsächlich im Februar, kann sich in Kältewintern aber bis weit in den März hinein erstrecken. Singschwäne rasten bevorzugt auf Gewässern und ernähren sich dort von Wasserpflanzen. Besonders gern werden Überflutungsflächen mit überstautem Grünland in den großen Flussniederungen aufgesucht. Daneben finden sich Singschwäne zur Nahrungsaufnahme auf Maisstoppeläckern und auch auf Raps- und Wintergetreideäckern ein.

Anfahrt mit dem ÖPNV

Anfahrt zum Nationalparkzentrum in Criewen:

  • RE 3 von Berlin nach Angermünde
  • weiter mit der Buslinie 468 der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft
  • bitte Wochenendfahrplan beachten!
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