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7. August 2026Mehr Wasser für Natur und Artenvielfalt: Durch eine Anpassung des Schöpfwerksbetriebs im Lunow-Stolper Trockenpolder steigen die Wasserstände im südlichen Nationalpark. Davon profitieren wertvolle Feuchtlebensräume, Wiesenbrüter und die Landschaft, die zunehmend unter den Folgen des Klimawandels leidet.
Auf Initiative der Nationalparkverwaltung ist jetzt der Schöpfwerksbetrieb im Lunow-Stolper Trockenpolder geändert worden: Die untere Wasserbehörde des Landkreises Uckermark hat auf Antrag des Landesumweltamtes als Betreiber des Schöpfwerkes genehmigt, dass die Ein- und Ausschaltpeile um jeweils 30 cm angehoben werden.

Der Lunow-Stolper Polder gehört nicht vollständig zum Nationalpark, so befinden sich im südli-
chen Teil ackerbaulich genutzte Landwirtschaftsflächen, die ebenfalls vom Betrieb des Schöpfwerkes Stolpe abhängig sind. Schon seit mehreren Jahren ist allerdings ein Rückgang der landwirtschaftlichen Erträge, das Trockenfallen von Gräben und Altarmen sowie Probleme bei der ausreichenden Bereitstellung von Tränkwasser für die Weidetiere zu beobachten gewesen. Die massiven Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels sind inzwischen auch im Unteren Odertal für alle sicht- und spürbar!
Die Nationalparkverwaltung hat eine Veränderung von Lebensräumen festgestellt. Das Artenspektrum verschiebt sich von für Feuchtwiesen typischen hjn zu für Frischwiesen typischen Arten – eine Reaktion auf absinkende Wasserstände vor allem im Sommer. Die nun verbesserten hydrologischen Bedingungen im Lunow-Stolper Trockenpolder werden auch den Wiesenbrütern zugutekommen. Auswertungen von Fotos dokumentieren den extremen Rückgang offener Wasserflächen während der Brutperiode. Die im Frühjahr und Frühsommer früher verbreitet anzutreffenden Flachwasserbereiche, sind ein wichtiges Bruthabitat für Arten wie Kiebitz, Bekassine und Rotschenkel. Die sich durch den veränderten Schöpfwerksbetrieb einstellenden Wasserstände werden nun wöchentlich an sechs im gesamten Polder verteilten Pegelmessstellen erfasst.
