
Auennationalpark Unteres Odertal: Niedrige Pegel setzen der Oderaue zu
9. September 2026
Stellenausschreibung: Referentin / eines Referenten (m/w/d) „Rechts- und Grundsatzangelegenheiten“
21. September 2026Am 07.09. 2026 fand im Rahmen des Interreg VI A Projekts ‚Natur+Oder – Mehr biologische Vielfalt im Einzigartigen Unteren Odertal‘ ein deutsch-polnischer Workshop in Stary Kostrzynek statt. Beide Teams des grenzüberschreitenden Schutzgebiets kamen zusammen, um weiter an der Entwicklung einer gemeinsamen Vision und einer gemeinsamen Strategie für das Einzigartige Untere Odertal zu arbeiten.
Die Fachgruppen 1. Naturhaushalt, Lebensräume und Arten, 2. Forschung und Dokumentation, 3. Erholung und Regionalentwicklung und 4. Information und Bildung hatten die Gelegenheit wieder anzuknüpfen, sich über den neuesten Stand ihrer Arbeit auszutauschen und im Zuge des Workshops weitere Schritte zu besprechen.
Im Mittelpunkt des Vormittags stand der Entwurf für eine gemeinsame Vision. Dieser war im Vorfeld von deutscher und polnischer Seite erarbeitet worden. In den Fachgruppen wurde der Entwurf zunächst genauer betrachtet und anschließend gemeinsam in großer Runde diskutiert. Wichtige Themen und Hot Spots wurden identifiziert, Punkte zur Ergänzung, Änderung und Abrundung des gemeinsamen Leitbilds wurden besprochen und zur finalen Einarbeitung festgehalten.
Neben der gemeinsamen Arbeit am Tisch gab es auch die Gelegenheit, einen Blick auf die Arbeit vor Ort zu werfen. Bei einer kleinen Exkursion besuchten wir das Überschwemmungsgebiet bei Stary Kostrzynek. Auf dieser Fläche setzen unsere polnischen Projektpartner derzeit Baumaßnahmen zur Wasserretention um. Ziel ist es, Wasser länger in der Landschaft zu halten und damit unter anderem wichtige Lebensräume für die Avifauna zu sichern. Der Besuch vor Ort zeigte anschaulich, wie eng die Themen Wasserhaushalt, Lebensräume und Artenschutz miteinander verbunden sind.
Am Nachmittag widmeten sich die Gruppen einer intensiven Runde zur Entwicklung von Strategieansätzen innerhalb ihrer Fachbereiche. Die gemeinsame Vorstellung der Ergebnisse bot noch einmal viel Raum für den interdisziplinären Austausch, die Gruppen konnten anschließend untereinander die besprochenen Ideen weiter konkretisieren.

Beide Teams des grenzüberschreitenden Schutzgebiets kamen zusammen, um weiter an der Entwicklung einer gemeinsamen Vision und einer gemeinsamen Strategie für das Einzigartige Untere Odertal zu arbeiten. Foto: Magdalena Viktoria Zimon
Ein gemeinsames Resümee zum Arbeitsfortschritt rundete den Austausch ab.
So war der Workshop ein wichtiger und zugleich sehr gemeinschaftlicher Arbeitstag. Wir konnten die vollständige, abgestimmte Vision erarbeiten und eine konkrete Arbeitsgrundlage zur Entwicklung einer gemeinsamen Strategie schaffen. Besonders wertvoll war dabei auch der persönliche Austausch. Das gemeinsame Arbeiten und Diskutieren hat das gegenseitige Verständnis weiter gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und Naturwacht des Nationalparks auf deutscher Seite und der Verwaltung des Landschaftsschutzparks auf polnischer Seite weiter vertieft. Besonders erfreulich war es, dass zwei Mitarbeiterinnen aus dem Drawa Nationalpark am Workshop teilgenommen haben, um Kenntnisse über das Gebiet und unsere Strukturen zu erlangen.
Damit hat sich ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zur EUROPARC Transboundary-Zertifizierung für unser gemeinsames Schutzgebiet eingefügt.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für die zahlreiche Beteiligung und das große persönliche und fachliche Engagement an diesem Tag. Der offene Austausch und die gemeinsame Arbeit machen Mut für die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer gemeinsamen Strategie für das Einzigartige Untere Odertal.

