Seltene Schnepfe zu Besuch im Nationalpark

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Pressemitteilung vom 21.08.2015 Foto: W. Dittberner

Criewen – In dieser Woche konnte ein seltener Zugvogel im Nationalpark Unteres Odertal beobachtet werden. Während der Erforschung der Bartmeisenpopulation wurde auch eine Doppelschnepfe (Gallinago media) gefangen. Der Nationalpark Unteres Odertal gehört zu den artenreichsten Regionen Brandenburgs. So wurden dort bisher 293 Vogelarten nachgewiesen, von denen 160 Arten regelmäßig im Nationalpark brüten.

Einem ehrenamtlichen Ornithologen ist während seinen Untersuchungen zur Bartmeisenpopulation im Nationalpark ein Exemplar der seltenen Doppelschnepfe ins Netz gegangen. Der Altvogel wurde beringt und der Seltenheitskommission (Avifaunistische Kommission für Brandenburg und Berlin – AKBB) gemeldet.

Die Doppelschnepfe brütet eigentlich in den Steppengebieten Eurasiens von Norwegen, Polen bis nach Russland in feuchten Mooren und Flussniederungen. Jedoch ist sie während der Zugzeiten ein seltener Durchzügler in Brandenburg. Als Überwinterungsgebiete sind der Sahel und das südliche Afrika bekannt.

Doppelschnepfen kamen bis Ende des 19. Jahrhunderts auch in Norddeutschland vor. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts kam es in Mitteleuropa durch den Verlust von Feuchtgebieten zu einem drastischen Bestandseinbruch und somit verschwand diese Art als Brutvogel in Deutschland. Der gesamte europäische Bestand wird aktuell auf 62.000 bis 170.000 Brutpaare geschätzt. Die Nationalparkverwaltung hofft nun, dass die Schaffung naturnäherer Überflutungsverhältnisse in den kommenden Jahren vielleicht auch wieder zu einer Brutansiedlung dieser seltenen Art im unteren Odertal führt.

Der Nationalpark mit seinen weiten Überschwemmungsflächen und Gewässern ist auch zur Hochsommerzeit ein interessantes Ausflugsziel für Vogelbeobachtungen. Besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten sind im Odervorland bei Stolpe, am Deich zwischen Gatow und Schwedt in der Beobachtungshütte Seeschwalbe und südlich der Schwedter Querfahrt sowie von den neuen Beobachtungstürmen bei Stützkow und Mescherin gegeben.

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