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Foto: Dr. Wilke

Als ein geschwächter Seeadler am Nachmittag des 26.03.2018 bei der Nationalparkverwaltung abgegeben wurde, war völlig unklar, ob das Tier in seinem Zustand überleben würde. Ein Landwirt hatte den Adler beim Steinesammeln auf dem Feld bei Criewen vollkommen kraftlos gefunden und zum Nationalpark gebracht. Er wurde von dort noch am gleichen Tag in die Kleintierklinik der Freien Universität in Berlin-Zehlendorf gefahren. Nach einer tierärztlichen Erstversorgung konnte festgestellt werden, dass eine nicht näher zu spezifizierende Vergiftung die Ursache war. Unter der fachkundigen Obhut der Spezialisten der Klinik erholt sich der 90 cm lange Adler. Der Patient macht gute Fortschritte und kommt nach 2 Wochen zur Reha in die Naturschutzstation Woblitz bei Lychen. Dort macht er erfolgreich in einer großen Voliere erste Flugübungen und erreicht wieder sein Gewicht von knapp 500g. Schon nach weiteren 10 Tagen ist die Diagnose: „beschwerdefrei“. Adler „Felix“ wird entlassen und kann wieder zusammen mit einem einjährigen Artgenossen in den angestammten Revieren am Nationalpark freigelassen werden. Groß war die Freude bei den Mitarbeitern der Naturschutzstation und des Nationalparks als der ca. sechsjährige Felix voller Elan und Schwung in die Lüfte steigt. Der zweite Jungadler hatte zwar Startschwierigkeiten, sollte aber nach Expertenmeinung sich in der freien Natur zurechtfinden.

Der Seeadler ist mit einer Spannweite bis 2,40 m der größte heimische Greifvogel in Deutschland. Im Nationalpark haben 5 Seeadler-Paare ihre Reviere und etwa 6 – 8 „Junggesellen“. Der nächste Verwandte des Seeadlers ist der amerikanische Weißkopfseeadler.

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