Schwarzwildbericht
Neue Untersuchungen zum Schwarzwild im Nationalpark Unteres Odertal veröffentlicht
8. March 2021
Online-Veranstaltungsreihe zum Wassertourismus ab 14.04.
16. March 2021

Ein markantes Trompeten schallt durch die kalte Morgenluft im Unteren Odertal. Kraniche, ganz eindeutig, doch diesmal sind die großen Vögel nicht im Formationsflug am Himmel zu entdecken. Stattdessen schreiten zwei einzelne Tiere entlang der überfluteten Wiesen…

Kraniche sind zum überwiegenden Teil Kurzstreckenzieher. Sie überwintern im Mittelmeerraum oder in Nordafrika. In den kommenden Wochen ziehen sie – über unsere Köpfe hinweg – zurück in ihre Brutgebiete im Norden Europas. Doch immer mehr Kraniche ziehen es mittlerweile vor, ganzjährig im Nationalpark Unteres Odertal zu bleiben und hier zu brüten. Milde Winter und eine gute Futterlage auf den umliegenden Feldern erlauben ihnen das. Im vergangenen Jahr konnten bereits 60 Paare erfolgreich ihre Jungen aufziehen.

Auf einem Frühlings-Spaziergang oder einer Radtour entlang der Deiche hat man deshalb zurzeit beste Chancen, live bei der beeindruckenden Balz der Kraniche dabei zu sein. Dabei ist das Ruf-Duett der Paare schon von weitem zu hören. Das Männchen beginnt, das Weibchen stimmt mit ein. Abwechselnd werfen die großen Vögel den Kopf in den Nacken, den Schnabel himmelwärts gerichtet. Mit ausgebreiteten Flügeln springt das Paar auf der Stelle und verneigt sich abwechselnd voreinander. Geht alles gut, streifen sie ab Mai mit zimtbraunen Küken durch die Wiesen.

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