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150 junge Störe tauchten am 4. April, dem bundesweiten Aktionstag zur biologischen Vielfalt, vor Schwedt in die Oder. Mit Peilsendern ausgestattet. Deren Signale geben Wissenschaftlern Rückschlüsse darauf, ob die Art im Grenzfluss wieder heimisch werden kann.

 Etwas schüchtern liegen sie im Wasser unter der Schwedter Stadtbrücke und trauen sich noch nicht in die unbekannte Freiheit.„Morgen sehen sie hier keinen Stör mehr“, versichert Michael Trautenhahn. Das die Fische später hierher zurückkehren, hält er für unwahrscheinlich. Der Biologe des Nationalparks Unteres Odertal erwartet eher, dass sie in die überfluteten Polderwiesen schwimmen, da sie dort ein reichhaltiges Nahrungsangebot finden. „Aber das wissen wir noch nicht, mit dieser Reihe wollen wir erfahren, wie sie sich bewegen und was sie fressen.“

Die ausgesetzten Nachkommen von Kanadischen Stören stammen aus der Landesforschungsstation Mecklenburg- Vorpommern in Born auf dem Darß. „Genetische Untersuchungen ergaben die Nähe zum ausgestorbenen Ostseestör“, erläutert Eckard Anders vom Institut. Die Fische haben ein Gewicht zwischen 200 und 3000 Gramm. „Bis zur Laichzeit erreichen sie aber 70 Kilogramm“, hält Anders fest. Dann werden die etwa eineinhalb Meter großen Tiere aus der Ostsee zurück in die Oder schwimmen, um hier zu laichen. Das wünschen sich jedenfalls die Wissenschaftler.

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